Schlossfestspiele Zwingenberg
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Baden Württemberg - Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Necker-Odenwald-Kreis Touristikgemeinschaft Odenwald e.V.

Der Festspielchor

 

Der „Urchor“

Mit 37 Damen und 16 Herren nahm 1983 der „Urchor“ seine Arbeit in der
allerersten Zwingenberger Freischützproduktion auf.
An die 250 Sängerinnen und Sänger aus der ganzen Region haben über die Jahre hin seitdem im Chor mitgewirkt.

Manche waren nur zwei, drei Jahre dabei, andere gehören der Zwingenberger „Großfamilie“ schon seit zehn, fünfzehn und mehr Jahren an. Und immer wieder freut sich die derzeit rund 60-köpfige hochmotivierte Sängerschar über musikbegeisterte chorerfahrene Neuzugänge.

Madama Butterfly 2009

Atmosphäre

Die Atmosphäre des romantischen Schlosses inmitten der herrlichen Landschaft des Neckartals, das herzliche Miteinander im Chor, die ungezwungene Probenzeit auf dem Schloss und die Zusammenarbeit mit renommierten professionellen Musikern, Solisten, Regisseuren und Dirigenten machen die Festspielzeit für die Mitglieder des Chores immer wieder aufs neue zu den „schönsten Wochen des Jahres“.

 Die Csardasfürstin 2009

Groß ist die Zahl der Opern, Operetten und Musicals, zu deren Erfolg der Chor maßgeblich beigetragen hat: Die Zauberflöte,  Der fliegende Holländer, Carmen, My Fair Lady, Madame Butterfly, Nabucco, Der Vogelhändler...  – das sind nur einige der anspruchsvollen Werke, die die Choristen im Laufe der Jahre unter der Leitung von Guido Rumstadt, Otto Lamadé, Ria Günther und seit 2007 Professor Klaus Eisenmann einstudiert haben. Und natürlich immer wieder auch die Hausoper: Der Freischütz!

                                                                                                                                   Nabucco 2010

Proben

Im Februar oder März beginnen gewöhnlich die musikalischen Proben für die jeweilige Spielzeit. Dann trifft sich der Chor allsamstäglich für zweieinhalb Stunden, um sich unter der Leitung von Professor Eisenmann auf die neuen Herausforderungen vorzubereiten. Die szenischen Proben im Schloss beginnen jeweils im Juli.

 

Der Vogelhändler 2011

Für die kommende Festspielsaison vom 2. Bis 11. August 2013 mit den beiden großen Produktionen „Der Freischütz“ und „Die Fledermaus“ beginnen die Gesangsproben des Chors in der Aula des Steigeschul-Zentrums in Eberbach-Nord am 16. März 2013 von 15.30 bis 18 Uhr (Fledermaus).

Neue Sänger mit Chorerfahrung sind hierzu – auch zum „Schnuppern“ –  herzlich eingeladen. Weitere Informationen bei Chorsprecherin Heiderose Wieder, Telefon 06271- 4835

(heiderose.wieder@schlossfestspiele-zwingenberg.de)

 

Carmina Burana 2012

Probenwochenende in Strümpfelbrunn

„Victoria, Victoria, Victoria…!“ Ur-Zwingenberger Weisen hallten da am Samstagmorgen über den Winterhauch. Zumindest dem, der sich der Strümpfelbrunner Schule näherte. Denn hier probte an jenem Vormittag der Chor der Schlossfestspiele Zwingenberg den „Freischütz“. Rund fünfzig Sängerinnen und Sänger waren aus Eberbach und Mosbach, Waldbrunn, Buchen, Hirschhorn oder Heidelberg zusammengekommen, um sich gemeinsam mit Chorleiter Professor Klaus Eisenmann bei einem Probenwochenende fitzumachen für die sich mit Riesenschritten nähernde Festspielsaison. Nach zwei Freischütz-freien Spielzeiten wird Zwingenbergs Hausoper im kommenden August in neuer Inszenierung zu erleben sein. Und da möchte der überwiegend aus hoch motivierten Laiensängern bestehende Chor seinen professionellen Opernsänger-Kollegen natürlich in nichts nachstehen. Für zusätzliche Motivation sorgte am Samstag ein Überraschungsgast: Intendant Karsten Huschke hatte sich die Zeit genommen, beim Probenwochenende vorbeizuschauen und den einen oder anderen Part am Piano zu übernehmen.

 

 

 

 

 


Und man mochte sie förmlich mit Händen greifen, die blinkenden Instrumente, wenn die Sängerschar gar „lustig die Hörner erschallen“ ließ. Man spürte unsichtbare Geister um Schlossmauern huschen, wenn Bass und Tenor, Alt und Sopran die mitternächtliche „Wolfsschluchtszene“ musikalisch heraufbeschworen. Und man konnte Jubelgesängen lauschen, wenn Max nach vielerlei Prüfungen in „Wäldern und Auen“ am Ende doch noch seiner Agathe in die Arme sank. Natürlich lief das gesanglich nicht immer gleich nach den Vorstellungen des chorleitenden Professors ab. Da wurde streng reglementiert, wenngleich – in schönster Freischütz-Manier – „alles in Güte und Liebe“ (Kilian, 1. Akt): „Tenor, jetzt machen Sie mal ne Schnute! Das ist ein geschlossenes O!“ Oder „Meine Herren Bässe, Sie setzen hier ein wie das Jüngste Gericht!“ Bei den Damen war manches ja schon „ganz wunderbar – nur leider nicht bei allen gleichzeitig.“

Am Sonntag traf sich dann die „Fledermaus“-Mannschaft in der Schul-Aula, um Johann Strauß‘ komische Operette der Bühnenreife ein Stück näher zu bringen. Locker und leicht sprudelten hier die heiteren Melodien hervor, ließ man „Champagner“ und „Amüsement“ hoch leben und beteiligte sich genüsslich an den amourösen Verwirrspielen um die „Rache einer Fledermaus“. Auch hier hieß es „Fremdtöne – sogenannte Gasttöne“ tunlichst auszumerzen und: „Bitte nicht  komponieren!“

Doch – wie hätte es anders sein können: Am Sonntagabend zeigte sich der anspruchsvolle Professor einmal mehr hoch zufrieden mit seiner Sängerschar: „Tolles Ergebnis! Das war sehr erfreulich!“

Barbara Nolten-Casado

29. April 2013


 

Festspielchor auf Reisen, 19./20.01.2013

Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit: bevor in Kürze für die Sängerinnen und Sänger des Chors der Schlossfestspiele Zwingenberg die Vorbereitungen auf die neue Spielzeit beginnen, stand einmal mehr die traditionelle gemeinsame Auszeit auf dem Programm. Erfurt hieß diesmal das Ziel der zweitägigen Tour, die Vize-Chorsprecher Dieter Müller wieder minuziös und zur ungetrübten Freude aller vorbereitet hatte.
Bereits kurz nach Ende einer jeden Festspielzeit macht Müller sich auf die Suche nach geeigneten Zielen für den gemeinsamen Ausflug, damit er beim alljährlichen Chortreffen im Herbst schon mal Vorfreude bei seinen Sangesfreunden wecken kann. „Ich schaue immer zunächst die Spielpläne aller größeren Häuser in Deutschland nach für uns geeigneten Stücken durch“, erläutert Müller seine Vorgehensweise. Dann peilt er „interessante Orte und Gegenden“ an, die „uns was zu sagen haben, und wo wir sonst weniger hinkommen“.
Diesmal war die Wahl also auf die Landeshauptstadt Thüringens gefallen.
So ging es am Samstagmorgen in aller Frühe per Bus in Richtung Nordosten. Schließlich warteten jede Menge neue Eindrücke auf die Reisegruppe.
Als erstes Etappenziel wurde dabei die hoch über der Luther- und Bachstadt Eisenach gelegene Wartburg angesteuert. In einer humorvoll und lebendig gestalteten Führung war hier Vieles aus der fast 1000-jährigen Geschichte des seit 1999 zum UNESCO-Kulturerbe gehörenden historischen Gemäuers zu erfahren: vom legendären „Sängerkrieg auf der Wartburg“ war zu hören, dem Richard Wagner in seiner Oper „Tannhäuser“ ein Denkmal gesetzt hat. Von der Landgräfin Elisabeth von Thüringen, die sich durch ihren Dienst an Armen und Kranken im 12. Jahrhundert den Ruf der Heiligkeit erwarb. Und natürlich von Martin Luther, der hier 1521 das Neue Testament der Bibel ins Deutsche übersetzte. Und was hätte es für die passionierten Zwingenberger Festspielsänger Schöneres geben können, als auf dem Podium des Festsaals zu Klängen aus Wagners „Tannhäuser-Sängerkrieg“ für ein Foto zu posieren?
In Erfurt erwartete die Gruppe am Abend der Besuch der Operette „Gräfin Mariza“. Dabei war Dieter Müllers Auswahl auf ein Stück gefallen, das – wenngleich in diesem Jahr „Die Fledermaus“ und „Der Freischütz“ das Geschehen auf der Zwingenberger Schlossbühne bestimmen werden – „sich eventuell in einem anderen Jahr für uns dort anbieten könnte“. Neben leichter Musik mit vielen bekannten Melodien durften die Besucher des Erfurter Theaters bei „Gräfin Mariza“ eine farbenfrohe, witzige Inszenierung mit vielen Glanzlichtern erleben. Und beim gemütlichen Zusammenhock in rustikalem Ambiente kam anschließend auch die Pflege des sprichwörtlichen Zwingenbergfamilien-Feelings ausgiebig zu ihrem Recht.
Ein geführter Stadtrundgang machte die Besucher aus Neckartal und Odenwald am Sonntagmorgen bei Eiseskälte mit den Sehenswürdigkeiten Erfurts bekannt, bevor es nach einem Abstecher in das Fachwerkstädtchen Schmalkalden wieder Richtung Heimat ging.
Wiedersehen werden sich die Festspielchor-Sänger, die überwiegend aus dem Raum Eberbach, Mosbach und Buchen kommen, am Samstag, 16. März, wenn die Chorproben unter der Leitung von Professor Klaus Eisenmann zur Operette „Die Fledermaus“ beginnen. Neue, chorerfahrene Sänger sind hierzu – ebenso wie zur Einstudierung von Webers „Freischütz“ mit späterem Probenbeginn – herzlich eingeladen. Nähere Informationen gibt es bei Chorsprecherin Heiderose Wieder unter der E-Mail-Adresse: heiderose.wieder@schlossfestspiele-zwingenberg.de

Barbara Nolten-Casado
22. Januar 2013

 

 



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