Mit Maßband und Geduld für „My fair Lady“ ausstaffiert |
| Verfasst am 22.04.2008 |
Alle Hände voll zu tun hatte am Samstag Bärbel Hodapp, Schneiderin und Herrin über Zwingenbergs Kostüme. 45 Chorsängerinnen und –sänger sollten für „My fair Lady“ eingekleidet werden – eine nicht ganz stressfreie Aktion für alle Beteiligten. Immerhin heißt es dreimal umziehen für die Damen, die Männer des Chors dürfen sich mit zwei verschiedenen Garderoben begnügen.
Regisseurin Claudia Felke, die im Musical auch als Mrs. Higgins zu erleben sein wird, nahm höchstpersönlich jedes einzelne Outfit für die diversen Szenen in Augenschein: Rustikales für das Markttreiben, Festliches für den Ball, Elegantes fürs Ascot-Derby. Festspiel-Intendant und „Lady“-Dirigent Karsten Huschke hielt sich derweil ein wenig abseits des Kleider-Trubels für die Lösung von Problemen und Beantwortung von Fragen aller Art bereit.
Und Bärbel Hodapp? Mit unerschütterlicher Geduld und einem Lächeln auf den Lippen schwebte sie Maßband-bewaffnet durch die Szene, steckte hier einen Saum ab, befestigte dort einen Kragen, rückte so manchem zu engen oder zu weiten Bund zu Leibe.
Bis zum Abend waren alle Sänger ausstaffiert. Für Bärbel Hodapp und ihre Helferinnen heißt es nun: ran an die Änderungsarbeiten!
Barbara Nolten-Casado
22. April 2008

