Schlossfestspiele Zwingenberg
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Mitgliederversammlung 2008

Verfasst am 17.03.2008
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Mosbach, 14. März 2008

Mitgliederversammlung Zwingenberger Schlossfestspiele


Mosbach. Die Mitgliederversammlung des Vereins  Zwingenberger Schlossfestspiele e.V. findet traditionell immer zur „Halbzeit“ zwischen der vergangenen und der bevorstehenden Saison statt. Ganz klar, dass zum einen der Rückblick auf 2007 und zum anderen der Ausblick auf 2008 die Tagesordnung dominieren.
Harmonisch ging es zu bei der Abhandlung der einzelnen Punkte. Nur zum Thema „Festivalregion“ bzw. der mangelnden Präsenz Zwingenbergs in entsprechenden Medien fand der erste Vorsitzende, Landrat Dr. Achim Brötel, später sehr deutliche Worte. Zunächst aber begrüßte er alle Anwesenden und zog in der Folge ein durchweg positives Resümee der Jubiläumssaison, deren außergewöhnlich attraktives Programm so viel Zuspruch erfuhr wie lange nicht mehr. „Der Freischütz“, „Die Zauberflöte“, „Der Zigeunerbaron“, das grandiose Jubiläumskonzert mit anschließendem Feuerwerk und Sektempfang und die Zusatzveranstaltungen waren mit 8888 Zuschauern rein rechnerisch mit durchschnittlich 73,5 Prozent ausgelastet, was im Kulturbetrieb als hervorragend gilt. Bewährt und damit zur Fortsetzung empfohlen haben sich auch die „neuen“ Programmpunkte wie der Jazz-Frühschoppen und die Veranstaltung mit Stefan Müller-Ruppert und Christan Roos.
Ein großer Erfolg also war die Jubiläumssaison 2007, mit der sich Friedemann Eichhorn nach sechs Jahren als künstlerischer Leiter verabschiedet und den Stab an Karsten Huschke weitergegeben hat. Ihnen beiden galt der ausdrückliche Dank des Vorsitzenden Landrat Dr. Achim Brötel. Der ließ im übrigen keinen Zweifel daran, dass ein derartiges Unternehmen nur gelingen kann, wenn in einem großen Team alle am gleichen Strang ziehen. Namentlich dankte Dr. Brötel den Geschäftsführern Heike Brock und Michael Keilbach sowie Birgit Heller-Irmscher von der Geschäftsstelle und Simone Schölch für die Pressearbeit, aber auch allen anderen, die in welcher Weise auch immer am Erfolg Zwingenbergs beteiligt sind. Ein ganz herzlicher Dank ging außerdem an SGH Ludwig Prinz von Baden, Hausherr und Gastgeber auf Schloss Zwingenberg und darüber hinaus Beisitzer des Vereins. Bezugnehmend auf die wichtigen Sponsoren, ohne die es die Schlossfestspiele so nicht geben würde, dankte der Vorsitzende stellvertretend dem Hauptsponsor, der EnBW.
Dem Kassenbericht Michael Keilbachs folgte die Bestätigung des Kassenprüfers Bender, der mit seinem Kollegen Holderbach die Kassenführung nachgeprüft und für einwandfrei befunden hatte.  Die Entlastung erfolgte einstimmig. Turnusgemäß standen die Wahlen des Vorstandes an. Einstimmig wurde beschlossen, dass der alte Vorstand auch der neue Vorstand ist: Landrat Dr. Achim Brötel behält den Vorsitz, Bürgermeister Peter Kirchesch bleibt sein Stellvertreter. Der Beirat besteht auch künftig aus SGH Ludwig Prinz von Baden, Oberbürgermeister Michael Jann und Bürgermeister Bernhard Martin.
Karsten Huschke, ab 2008 künstlerischer Leiter der Schlossfestspiele, gab im Anschluss einen Ausblick auf die kommende Saison: „Ohne die Festspiele revolutionieren zu wollen gibt es doch einige besondere Änderungen.“ Dazu zählen die Aufwertung des Kinderkonzertes und die Öffnung hin zum „klassischen“ Musical; geplant ist „My fair Lady“. Die zweite Hauptproduktion ist „Carmen“ von Georges Bizet und komplettiert werden beide Stücke von „Così fan tutte“ von Mozart. „Das ist eine sehr schöne komische Oper, auf die ich mich ganz besonders freue und die wir selbstverständlich in deutscher Sprache aufführen werden“, so Huschke.
Nach der einstimmigen Verabschiedung des Haushaltsplans 2008 übte Dr. Brötel harsche Kritik am Gebaren verschiedener Medien der Metropolregion, ausgehend vom neuen Festivalführer, in dem Zwingenberg mit ganzen sechs Zeilen auf der vorletzten Seite erwähnt ist. Dem „Mosbacher Sommer“ ergehe es nicht besser. Dafür sei der Verein Kulturvision 2015 zuständig gewesen unter Leitung des Mannheimer OB Dr. Kurz. „ Dazu fällt mir nur ein: die Arroganz der Großstädte unserem ländlichen Raum gegenüber – die wir alle Mitglieder der Metropolregion sind - ist regelrecht kurz-sichtig“, stellte ein erboster Landrat fest. Und weiter: „Wir werden uns diese Ignoranz, die wir zum wiederholten Mal und auf verschiedenen Ebenen feststellen, nicht mehr bieten lassen, solche Dinge werden schließlich auch mit unserem Geld bezahlt.“
 

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