DIE STERNSTUNDE des JOSEF BIEDER
Revue für einen (Odenwälder) Theaterrekwisitör (alias Stefan Müller-Ruppert)
Er ist und heißt Josef Bieder und hat echtes Theaterblut in seinen Adern, auch wenn er uns über die Herstellung von Bühnenblut einige Tricks erzählt. Eigentlich könnte er sowieso alles besser. Er schildert begeistert, wie verwegen Furtwängler die Kunst des Auftakts, die „Defloration der Stille“ beherrschte, wie die Ulanowa sich in einen Schwan und die Bühne in einen See verwandeln konnte. Aber er grantelt auch über die Modetorheiten des Regietheaters, über Schwierigkeiten, denen er sich in seiner Requisitenabteilung ausgesetzt sieht. Dass er dabei in seine Odenwälder „Muttersprache“ verfällt, sei ihm nachzusehen. Ein Fehler des Theaterdisponenten führt dazu, daß Bieder an einem sogenannten „Schließtag“, an dem das Theater also geschlossen sein sollte, unvermittelt einem vollbesetzten Zuschauerraum gegenüber steht. Nach kurzer Irritation überspielt er die ungewohnte Nähe mit dem Publikum und geht, indem er aus seinem Leben erzählt, immer mehr aus sich heraus. Er erlebt und läßt erleben: „Die Schdernschdund vom Josef Bieder“ (Revue für einen Theaterrekwisitör) von Eberhard Streul und Otto Schenk. Otto Schenk spielte auch die Uraufführung 1992 in Klagenfurt.
10.06.2010, Donnerstag 20 Uhr, Röckel-Scheune >>Online-Kartenbestellung nicht mehr möglich
12.06.2010, Samstag 20 Uhr, Röckel-Scheune >>Online-Kartenbestellung nicht mehr möglich
(Holunderstraße, 74722 Buchen, Ortsteil Hollerbach) (Anfahrtskizze)
12.08.2010, Donnerstag 20 Uhr, Schlosshof >>Online-Kartenbestellung nicht mehr möglich

