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Schlossfestspiele Zwingenberg - Opern-Gala im Odenwald

Opern-Gala im Odenwald

Die Eberbacher Stadthalle bot die Bühne für eine musikalische Reise durch die Welt der Oper und Operette.

Eberbach. Auch sie hat man in der vergangenen Konzertsaison schmerzlich vermisst: die im verwunschenen Innenhof an der Wolfsschlucht. Nun wollten die Veranstalter nach einem Jahr Zwangspause ein Lebenszeichen senden, was ihnen mehr als gelungen ist.

Die Eberbacher Stadthalle konnte dabei natürlich nicht die Atmosphäre der Stammspielstätte ersetzen, vermochte dank ihrer guten Akustik aber eindrücklich daran zu erinnern, welch leidenschaftliches Opern-Feeling alljährlich im Odenwald entflammt. Gerade die Musiker leisteten an diesem Abend Beachtliches. So wussten Bläser (Stuttgarter Staatsoper) wie Streicher (Strauss-Kapelle Wien) unter Dirigent Rainer Roos ein vibrierendes Volumen aufzufahren.

In der Sangesriege fanden sich zunächst drei Stammgäste für diesen Streifzug durch zahlreiche Ohrwurm-Arien von Mozart (Zauberflöte, Così fan tutte, Don Giovanni), Beethovens "Fidelio" und natürlich Webers "Freischütz", dem Hausheiligen dieser Opernfestspiele. Bariton Kai Preußker schlüpfte mit inbrünstigen Worten und pulsierender Sonorität in die Rolle des Vogelfängers, Sopranistin Arminia Friebe profilierte sich in "Come scoglio" als empathische Geschichtenerzählerin. Xenia von Randow und Preußker ergaben in "Là ci darem la mano" ein sich gegenseitig beflügelndes Traum-Duo, das in wunderbarer Eintracht mit dem Orchester agierte. Solch eine kammermusikalische Besetzung gestaltete das gegenseitige Zuhören schließlich wesentlich einfacher.

Gekrönt wurde die Sängerriege durch Star-Tenor Manolito Mario Franz. Mit der Max-Arie "Durch die Wälder" schuf er definitiv einen Höhepunkt, da er genau die richtige Dosis zwischen Textinterpretation, Klanganteil und ausbrechenden Emotionen dieses Gefühlschaos traf. Unbeschwert wirkte dagegen "Kommt ein schlanker Bursch gegangen" mit glänzenden Höhen von Randows.

Nicht weniger Leidenschaft bewiesen die Sänger für die Operetten wie dem Lied von Mister X aus der "Zirkusprinzessin", das gleichzeitig Leitgedanke dieses Abends war: "Wieder hinaus ins strahlende Licht". Die letzte Zugabe war Franz zu verdanken: "O sole mio", was noch einmal deutlich machte, dass diese Gala weit mehr als ein bloßes Lebenszeichen war.

Von Simon Scherer (RNZ)

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