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Schlossfestspiele Zwingenberg - Festspielchor auf Reisen, 08./09.03.2014

Festspielchor auf Reisen, 08./09.03.2014

Chor Ausflug 2014

Irgendwie war es wie immer, wenn der Chor der Schlossfestspiele Zwingenberg auf Reisen geht: alles perfekt organisiert, alles harmonisch, alles gut. Augsburg hieß das Ziel, das die beiden Chorsprecher Heiderose Wieder und Dieter Müller diesmal für den traditionellen gemeinsamen Jahresausflug ausgeguckt hatten.

So machte sich – von der Sonne verwöhnt – am Samstagmorgen ein großer Bus voller Sänger nebst einigen Angehörigen von Eberbach aus auf den Weg gen Südosten. Als Zwischenstation auf dem Weg zum Ziel wurde in Ulm Halt gemacht, das Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt besichtigt, durchs malerische Fischer- und Gerberviertel mit seinen Kanälen und Brücken spaziert. Ein Abstecher ins historische Günzburg lud ein, sich eine der prachtvollsten Rokokokirchen Süddeutschlands anzuschauen.

In Augsburg angekommen erwartete den Festspielchor dann der Höhepunkt einer jeden Reise: der Besuch einer Oper als Gelegenheit, sich die Arbeit der „Kollegen“ auf der Bühne ein wenig anzuschauen. Hier war nun Kontrastprogramm angesagt zu dem, was Zwingenberg in der kommenden Saison zu bieten hat. Wird es auf dem Schloss im August mit Lortzings Oper „Zar und Zimmermann“ und der beliebten Operette „Im weißen Rössl“ eher heiter zugehen, so wurden die Sänger aus dem Neckartal im Augsburger Stadttheater mit großer Dramatik konfrontiert. Giacomo Puccinis „La Bohème“ entführte mit starken Stimmen und einer farbenfrohen, wenn auch nicht immer schlüssigen Inszenierung in die Künstlerszene vom Paris des 19. Jahrhunderts – Leben, Liebe, Leid und Tod inklusive. Gar nicht tragisch ging es allerdings in der Pause zu: da gab es ein fröhliches Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Alexander Yagudin, 2013 in Zwingenberg als Prinz Orlofsky in der „Fledermaus“ und als Kilian im „Freischütz“ zu erleben und derzeit am Augsburger Theater unter Vertrag, ließ es sich nicht nehmen, sich in Windeseile die Schminke aus dem Gesicht zu putzen, rotes Glitzeroutfit gegen Jeans und Pullover zu tauschen und seine Freunde aus dem Neckartal zu begrüßen.   

Bei einem Rundgang am Sonntagmorgen lernten die Festspielsänger dann noch einige Sehenswürdigkeiten der rund 2000 Jahre alten Stadt Augsburg kennen, darunter auch die „Fuggerei“, die vom berühmten Kaufmannsgeschlecht der Fugger im 16. Jahrhundert gestiftete „älteste Sozialsiedlung der Welt“. Und wieder holte die Musik die Choristen ein, hatte hier doch einst der Maurer Franz Mozart gelebt, der laut Inschrift am ehemaligen Domizil „mit seinem Urenkel W.A. Mozart der Menschheit den größten Tonschöpfer aus schwäbischem Stamm“ schenken sollte.

Der Abschied am Sonntagabend fiel diesmal nicht schwer: Bereits am kommenden Samstag und Sonntag führt ein intensives Probenwochenende die Zwingenberger Festspielsänger erneut zusammen.

 

Barbara Nolten-Casado

10. März 2014

 

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