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Schlossfestspiele Zwingenberg - Mehrere tausend Kleidungsstücke lagern in einer Mosbacher Turnhalle

Mehrere tausend Kleidungsstücke lagern in einer Mosbacher Turnhalle

Li.: Der Kostümfundus, der mittlerweile in einer alten Mosbacher Turnhalle untergebracht ist. Re.: Unter den geschickten Händen von Schneidermeisterin Bärbel Hodapp (li.) verwandeln sich mit Hilfe von Heike Schilling alte Stoffe in prachtvolle Gewänder und komplettieren den Kostümfundus der Zwingenberger Schlossfestspiele. (Fotos: privat)  (bro) (sch) Eine alte Turnhalle in Mosbach, die schon für allerhand genutzt worden ist, dient seit etlichen Monaten als Kostümfundus für die Zwingenberger Schlossfestspiele. Wer die Vorstellung hat, dass dabei nur von ein paar einzelnen Schränken oder Kleiderstangen die Rede sein kann, der irrt: Mehrere tausend Kleidungsstücke lagern dort. „Damit könnte ganz Mosbach ausstaffiert werden“, scherzen Bärbel Hodapp und Heike Schilling.  Die beiden - die eine Schneiderin, die andere Bauzeichnerin, allerdings mit viel Erfahrung mit Kostümen - kennen sich aus in diesem auf den ersten Blick verwirrenden, auf den zweiten Blick aber sehr wohl geordneten Durch- und Nebeneinander von Hemden, Blusen, Röcken, Hosen, Kleidern, Jacken, Uniformen, Hüten, Stoffen und Zubehör. Manches lagert auch noch in Kartons, vor allem die „Neuzugänge“. Denn immer mal wieder bekommen die beiden Kleider aus Haushaltsauflösungen oder aber Stoffe, meist alte, schwere, Vorhänge, aus denen dann Neues geschneidert werden kann. Um einen ganzen Posten der ausrangierten grünen Polizeiuniformen haben sie sich selbst bemüht. „Die kann man bestimmt auch mal brauchen“, haben sie sich gedacht - und tagelang daheim Uniformhemden gewaschen und gebügelt.  „Uns geht die Arbeit nie aus“, beteuert dann auch Bärbel Hodapp, die mehr als ein halbes Jahr vor der 30. Saison der Zwingenberger Schlossfestspiele beinahe täglich in der Turnhalle anzutreffen ist. Sichten, sortieren, ausbessern, abändern, einräumen - immer schon hat sie auch gleich im Kopf, für welche Oper, für welche Rolle und sogar für welchen Sänger oder Sängerin die Stücke vielleicht mal brauchbar wären. Denn das Wissen der Schneidermeisterin beschränkt sich mitnichten auf Schnittmuster und Wiener Nähte, sie kennt sich auch sehr gut mit dem Theater im Allgemeinen und mit Opern und Operetten im Speziellen aus. „Meine Mutter hat a scho am Theater g´schafft“, erzählt sie und erklärt damit die Leidenschaft, die sie auch im zehnten Jahr ihres Engagements in Zwingenberg immer wieder motiviert, so viele Stunden und noch mehr Herzblut in die Arbeit zu investieren. Hier eine Schleppe abtrennen, dort einen Reißverschluss ersetzen, lose Pailletten annähen, geplatzte Nähte ausbessern oder eben neue Kleider und Umhänge nähen – der resoluten Eberbacherin wird es nicht langweilig. Unterstützung erhält sie nun schon im dritten Jahr von Heike Schilling aus Reichartshausen, die früher selbst einen Kostümverleih betrieben hat. Die Chemie stimmt zwischen den beiden, die sich ideal ergänzen.  Wenn dann die Zeit der Proben gekommen ist und Bärbel Hodapp mit Heike Schilling und der benötigten Kostümauswahl umzieht von der Mosbacher Turnhalle auf das Zwingenberger Schloss, dann kommt zur reinen Näharbeit noch eine ganz spezielle Aufgabe dazu: die der „Mutter der Kompanie“ nämlich. Sie hält nicht hinterm Berg mit ihrer Meinung und hat schon manch einem „den Kopf gewaschen“, wenn sie überzeugt war, dass Dinge sich falsch entwickeln. Aber in bald zehn Jahren war sie immer auch dann zur Stelle, wenn es galt, Mitwirkende zu trösten, Sorgen zu teilen und Mut zuzusprechen. „Hinner de Kulisse geht´s manchmol scho rund“, erklärt sie vielsagend. Aber wenn letztlich alles geklappt hat, dann freut sie sich auch mit ihren „Schützlingen“. Und dass die Jubiläumssaison 2012 wieder besser läuft als die letztjährige, darauf arbeitet auch sie mit ganz viel Einsatz hin.  Die viel beschworene Zwingenberg-Familie hat viele Arme, viele Beine, mehrere Köpfe und vielleicht auch mehr als ein Herz. Aber eines davon verkörpert zweifellos Bärbel Hodapp.  Infos zu den Schlossfestspielen Zwingenberg (3. bis 12. August) mit den drei Hauptwerken „Fidelio“, „Die lustige Witwe“ und „Carmina Burana“ gibt es im Internet (s.u.). Dort oder bei der Geschäftsstelle Schlossfestspiele Zwingenberg, Scheffelstraße 1, 74821 Mosbach können Karten bestellt werden.

Li.: Der Kostümfundus, der mittlerweile in einer alten Mosbacher Turnhalle untergebracht ist. Re.: Unter den geschickten Händen von Schneidermeisterin Bärbel Hodapp (li.) verwandeln sich mit Hilfe von Heike Schilling alte Stoffe in prachtvolle Gewänder und komplettieren den Kostümfundus der Zwingenberger Schlossfestspiele. (Fotos: privat) (bro) (sch).

Eine alte Turnhalle in Mosbach, die schon für allerhand genutzt worden ist, dient seit etlichen Monaten als Kostümfundus für die Zwingenberger Schlossfestspiele. Wer die Vorstellung hat, dass dabei nur von ein paar einzelnen Schränken oder Kleiderstangen die Rede sein kann, der irrt: Mehrere tausend Kleidungsstücke lagern dort. „Damit könnte ganz Mosbach ausstaffiert werden“, scherzen Bärbel Hodapp und Heike Schilling.

Die beiden - die eine Schneiderin, die andere Bauzeichnerin, allerdings mit viel Erfahrung mit Kostümen - kennen sich aus in diesem auf den ersten Blick verwirrenden, auf den zweiten Blick aber sehr wohl geordneten Durch- und Nebeneinander von Hemden, Blusen, Röcken, Hosen, Kleidern, Jacken, Uniformen, Hüten, Stoffen und Zubehör. Manches lagert auch noch in Kartons, vor allem die „Neuzugänge“. Denn immer mal wieder bekommen die beiden Kleider aus Haushaltsauflösungen oder aber Stoffe, meist alte, schwere, Vorhänge, aus denen dann Neues geschneidert werden kann. Um einen ganzen Posten der ausrangierten grünen Polizeiuniformen haben sie sich selbst bemüht. „Die kann man bestimmt auch mal brauchen“, haben sie sich gedacht - und tagelang daheim Uniformhemden gewaschen und gebügelt.

„Uns geht die Arbeit nie aus“, beteuert dann auch Bärbel Hodapp, die mehr als ein halbes Jahr vor der 30. Saison der Zwingenberger Schlossfestspiele beinahe täglich in der Turnhalle anzutreffen ist. Sichten, sortieren, ausbessern, abändern, einräumen - immer schon hat sie auch gleich im Kopf, für welche Oper, für welche Rolle und sogar für welchen Sänger oder Sängerin die Stücke vielleicht mal brauchbar wären. Denn das Wissen der Schneidermeisterin beschränkt sich mitnichten auf Schnittmuster und Wiener Nähte, sie kennt sich auch sehr gut mit dem Theater im Allgemeinen und mit Opern und Operetten im Speziellen aus. „Meine Mutter hat a scho am Theater g´schafft“, erzählt sie und erklärt damit die Leidenschaft, die sie auch im zehnten Jahr ihres Engagements in Zwingenberg immer wieder motiviert, so viele Stunden und noch mehr Herzblut in die Arbeit zu investieren. Hier eine Schleppe abtrennen, dort einen Reißverschluss ersetzen, lose Pailletten annähen, geplatzte Nähte ausbessern oder eben neue Kleider und Umhänge nähen – der resoluten Eberbacherin wird es nicht langweilig. Unterstützung erhält sie nun schon im dritten Jahr von Heike Schilling aus Reichartshausen, die früher selbst einen Kostümverleih betrieben hat. Die Chemie stimmt zwischen den beiden, die sich ideal ergänzen.

Wenn dann die Zeit der Proben gekommen ist und Bärbel Hodapp mit Heike Schilling und der benötigten Kostümauswahl umzieht von der Mosbacher Turnhalle auf das Zwingenberger Schloss, dann kommt zur reinen Näharbeit noch eine ganz spezielle Aufgabe dazu: die der „Mutter der Kompanie“ nämlich. Sie hält nicht hinterm Berg mit ihrer Meinung und hat schon manch einem „den Kopf gewaschen“, wenn sie überzeugt war, dass Dinge sich falsch entwickeln. Aber in bald zehn Jahren war sie immer auch dann zur Stelle, wenn es galt, Mitwirkende zu trösten, Sorgen zu teilen und Mut zuzusprechen. „Hinner de Kulisse geht´s manchmol scho rund“, erklärt sie vielsagend. Aber wenn letztlich alles geklappt hat, dann freut sie sich auch mit ihren „Schützlingen“. Und dass die Jubiläumssaison 2012 wieder besser läuft als die letztjährige, darauf arbeitet auch sie mit ganz viel Einsatz hin.

Die viel beschworene Zwingenberg-Familie hat viele Arme, viele Beine, mehrere Köpfe und vielleicht auch mehr als ein Herz. Aber eines davon verkörpert zweifellos Bärbel Hodapp.

Infos zu den Schlossfestspielen Zwingenberg (3. bis 12. August) mit den drei Hauptwerken „Fidelio“, „Die lustige Witwe“ und „Carmina Burana“ gibt es im Internet (s.u.). Dort oder bei der Geschäftsstelle Schlossfestspiele Zwingenberg, Scheffelstraße 1, 74821 Mosbach können Karten bestellt werden.

Aktuelles

Darsteller sammeln für Kinderhospiz

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